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Pünktlich um PUNKT ACHT UHR MORGENS, da sind sie vorgefahren, mit ihrem Ford Transit, denn diese Kundschaft, ja die erwartet es schließlich noch, dass man um „PUNKT“ anfängt und nicht davor oder danach.
Der schleimige, zugeknöpfte und innerlich sehr wütend wirkende Vertreter, welcher „Zur Beobachtung der Vorgänge“ abgestellt wurde, öffnet Cayman und dem Kameramann die Tür und geleitet sie sogleich ins Innere des metaphorischen Parteigebäudes...
Der Zeitgenosse, welcher mit nur wenig Mühe und Vorstellungskraft auch problemlos gerade eben erst aus dem Jahr 1950 entlaufen sein könnte, präsentiert unseren beiden Helden das große Problem: „Dies hier, meine Herren, ist DAS HERZ UNSERER PARTEI! Unsere Existenzgrundlage sozusagen! Aber es ist nun leider nicht mehr Zeitgemäß, deshalb also, da werden wir gewissermaßen ein paar... „Anpassungen“ vornehmen müssen, damit das ganze auf die Bevölkerung, insbesondere natürlich auf die jüngere Wahlvölkerschaft wieder attraktiver wirkt!“.
Cayman und der Kameramann stellen ihre Malerutensilien ab und blicken entsetzt in jenen Raum, welcher sich da vor ihnen auftut: Möbel aus den 1950ern, dunkelbesch bezogene Sitzgelegenheiten, Massivholz-Schnörkelmöbel in Dunkeleiche-Lackiert, eine hellbesch-weiße Stofftapete mit Längsstreifenmuster, eine Schrankwand aus echter Dunkeleiche, eine Stofflampe mit Kordeln und auch in hellbesch, Gardinen aus schwerem Stoff in Senfbesch und ein dicker, dunkelgrauer Teppich... Und das alte Transistorradio spielt gerade dezent im Hintergrund DIE FLIPPERS.
Cayman schaut seinen Kollegen an, der blickt daraufhin fragend zu dem CDU-Jungster, welcher stolz in eben diesen Raum schaut, sich sein Jackett glatt streicht und sagt: „Ja, DIES ist das Herz unserer Partei! Aber da diese linksgrün-versifften Chaoten sich mit ihrer scheußlichen Propaganda aktuell sehr stark in die Köpfe der Bevölkerung eingeschlichen haben, werden wir wohl oder übel unsere Attraktivität etwas steigern müssen, und es diesen Kifferchaoten dann mal so richtig zeigen! Denn KONTINUITÄT UND STANDHAFTIGKEIT, TRADITIONSBEWUSSTSEIN UND PATRIOTISMUS sind und bleiben, meiner Meinung nach, die Grundpfeiler eines guten Deutschlandes! Eines wirtschaftstarken Deutschlandes, eines...“.
Da unterbricht ihn der Kameramann: „Ähm... Ja! Aber es ist ja nur so... Also eigentlich müssten wir den gesamten Raum einfach abfackeln, damit das hier was wird! Oder noch besser gleich in ein völlig neues Gebäude umziehen! Das wissen Sie schon oder?“.
Der sattgefressene „Jungpatriot“ aber lässt sich seinen „Standhaften Patriotismus“ nicht verderben und frohlockt: „Ach was! Ein paar optische Änderungen und schon sieht das alles gleich viel besser aus wissen Sie! Also wir dachten an so dieses „Streamer-Zeugs“! Also sprich eine Neonröhre unters Sofa legen, eine Neonreklame mit einem kecken Spruch an die Wand, das Sofa vielleicht ein bisschen weiter zur Seite und dann so moderne Farben als Hintergrundbelichtung wie „Lila“ oder „Knallblau“ oder so! Wir wollen ja unseren Markenkern nicht verraten! Für die paar Jahre! Bis wir dann wieder an der Regierung sind und wieder DURCHGREIFEN! Ach was! Sie beide, Sie bekommen das schon gemeistert! Ich schaue nachher noch mal nach ihnen!“.
Dann marschiert der Traum einer jeden Schwiegermutter Ende 70 auch schon wieder davon...
Cayman läuft durch den miefigen Raum, in all seinem Besch und dem „Wirtschaftswunderflair“, betrachtet vor allem das sehr große Portrait von Angela Merkel an der Zimmerwand und streckt den Arm danach aus...
Da ruft der Kameramann: „NEIN! PACK DAS BLOß NICHT AN! Der Typ hat am Telefon gesagt, wir können notfalls ALLES ändern im Raum, aber NICHT ANGELA MERKEL! Dieses Bild trägt das gesamte Gebäude! Wenn wir das abnehmen oder auch nur schief angucken, dann kracht hier alles zusammen!“.
Cayman tritt erschrocken zurück und fragt: „Ja aber, das ist doch gefährlich! Haben die denn nicht im Hinterkopf gehabt, dass Mutti irgendwann weichen muss, weil das Leben nun mal Veränderung mit sich bringt?!“.
Der Kameramann stemmt die Hände in die Hüften, schüttelt mit dem Kopf und sagt: „Nenene... So funktioniert das bei diesen Leuten hier in diesem Laden nicht! Aber pass auf! Ich erklär dir das! MIT DEM NUN FOLGENDEN BEITRAG!“:
Dieses Mal:
Die CDU im Wahldebakel, ihre „Neuaufstellung“ und das große Problem des „Konservatismus“
„Die Post-Merkel-Apokalypse“
Sie dachten, die müssten sich keine Mühe geben, weil es wird schon irgendwie so weitergehen...
Sechzehn Jahre lang, da saß sie dort, in ihrem Thron, auf ihrem Hintern.
Und es konnte kommen, was da wollte, sie blieb fest sitzen, Wirtschaftskrise, Flüchtlingskrise, Wahlkämpfe, Affären in der eigenen Partei, Totgesänge, Katastrophen, Donald Trump, die AfD, die Veränderungen in der Gesellschaft in egal welchen Facetten... Nichts davon rüttelte auch nur ansatzweise stark genug an ihr, als dass auch nur daran zu denken war, dass sie auf absehbare Zeit aus ihrem Thron purzeln würde. Christian Wulff, Anette Schawan, Karl-Theodor „Meine Doktorarbeit ist nicht C&P!“ Zuguttenberg, Martin Schulz, der alte Steinmeier... Der Friedhof der „Politisch Plattgesessenen“, er ist groß und die Grabsteine darauf, ja sie berichten von jenem grauenhaften Zugrundegehen, Versanden oder im Blitzlichtgewitter der Medien Verbrennen, denn keiner von ihnen schaffte es der geballten „Aussitzkraft“ der Merkel standzuhallten. Denn das Volk wollte SIE - „MUTTI“, das Volk liebte oder hasste sie, aber beide Seiten brauchten sie, um entweder ihre Lobgesänge oder aber ihre „Sie ist an allem Schuld“-Tiraden anzustimmen. Doch „Mutti“ hat auch all das mit einer apokalyptischen, politischen Langeweile in Grund und Boden ausgesessen, welche man in der Form in den Geschichtsbüchern lange suchen muss. Das Fakenews-Durchfallblatt BILD konnte noch sooft titeln und schreiben, dass SIE mal wieder an allem Schuld und Deutschland kurz davor ist, wegen IHR unter zu gehen, zu einer Diktatur oder zu einer Flüchtlingshochburg zu werden. Sie blieb sitzen, der damalige Chefredakteur der BILD hingegen nicht, auch er (Oder waren es sogar mehrere?) wurde mehr oder weniger einfach ausgesessen.
Angela Merkel hat alles ausgesessen, was logischerweise aber auch so allerhand Probleme mit sich brachte, wie wir jetzt, im Zeitalter von immer fortschreitenderer Technisierung, Klimakrise, Naturkatastrophen, politischen wie auch sozialen und kulturellen Umbrüchen und Veränderungen feststellen müssen. DEUTSCHLAND ist was den Ausbau des Internets angeht, die Versorgung überhaupt mit Internet weit abgeschlagen, vor allem für den Anspruch, welchen wir haben, haben sollten... Ich erinnere mal an eine gewisse Frau Bildungsministerin, welche darauf vor einigen Jahren lapidar argumentierte: „Wir brauchen kein 5G an jeder Milchkanne!“. Deutschland wurde zwar (, davon bin ICH überzeugt!) sehr sicher, gut gepolstert und weitestgehend katastrophenfrei durch die beinahe zwei Jahrzehnte geführt – Jedoch bin ICH ebenfalls davon überzeugt, diese „Polsterung“, mit der dieses Land durch all die Untiefen gekugelt ist, hat auch großen Schaden angerichtet, was das „Vorbereitet sein“ auf die Zukunft anbelangt. Denn die To-Do-Liste dessen, was „Die Aussitzerin“ Merkel und ihre Leute hinterlassen haben, sie ist mittlerweile kaum noch zu überblicken.
Und in Muttis Windschatten, ja da hatte es sich die CDU sehr gemütlich gemacht, denn es war, wie eben beschrieben gut gepolstert, kuschelig, gemütlich und vieles blieb somit mindestens eine lange Zeit ganz genau so, wie man es kannte und mochte. Sicherheit und Kontinuität wurden nicht selten verwechselt mit Rückständigkeit und Fortschrittsfurcht – Aber wen kümmerte das schon? Unsere Bildungsministerin mit ihrer imaginären Milchkanne mit eingebautem W-LAN zumindest nicht – Und die meisten anderen bei der CDU dito.
Dann aber, ja da kam das, wovor sich alle Konservativen, welche ihrer Natur nach ja „Dem Erhalt“ stets den Vortritt ließen, DIE GRÖßTE ANGST HABEN...
Die Veränderung.
Denn „Das Sitzgebirge“ von Berlin, der „Atombunker der politischen Gemütlichkeit“, „Die Herbergsmutti des parteipolitischen Machterhaltes“, „Madame No!“ wie der Satiriker Urban Priol sie immer schimpfte...
Kündigte an, nicht noch eine weitere Amtszeit anzutreten.
Spätestens JETZT, da hatte man ein Problem!
Ein Plan B musste her. Und da man keine zweite „Mutti“ fand, brauchte es eben einen „Vati“, welchen man installieren hätte können. Denn Merkels eigener Plan, AKK als ihre Nachfolgerin zu etablieren, ja der verlief... Ich will mal sagen: „Eher so suboptimal-semi mit starkem Hang zum Instant-Fail“. Nun sitzt die einst erdachte „Mutti 2.0“ im Verteidigungsministerium und langweilte sich und alle Beteiligten zuletzt mit halbgaren Lobreden auf den vollkommen verbratschten Afghanistan-Einsatz durch die Rest-Regierungszeit, vermutlich aber sowieso nur noch mit einer Gehirnhälfte überhaupt anwesend, weil auch sie es kaum noch erwarten kann, bis es dann ENDLICH daran geht, im eigenen Büro die Umzugskartons zu packen.
Die passende „Vati-Figur“, die glaubte man dann in Armin Laschet gefunden zu haben, einem Mann, welcher mit nur wenig Mühe schon so wirkt, wie eine entlaufene Figur aus Disney`s „Gummibärenbande“. Aber die grundlegenden, charakterlichen Merkmale, das Auftreten, all das stimmte halbwegs ausreichend. Man glaubte also, seinen passenden, konservativen Kandidaten, mit dem alles immer so weitergeht, wie bisher ausfindig gemacht und nun auch bereits so gut wie im Kanzlerstuhl installiert zu haben. Denn die Wahl gewinnen, ja also das versteht sich doch ganz von selber! Schließlich will das deutsche Volk doch keine Links-Rot-Grüne-Gesinnungsdiktatur, welche ihm mehr wegnimmt, als sie jemals zurückzugeben bereit ist! Man müsste zwar gewisse Anstrengungen im Wahlkampf unternehmen, um bei den Leuten zu punkten, aber das würde schon werden. Denn immerhin: Das Bollwerk CDU, es hat SECHZEHN JAHRE allem standgehalten und der Spirit Merkels, ja der würde vermutlich noch lange halten. Zumindest lange genug, bis man Armin Laschet fest installiert hat, der ganze Rest, ja der passiert dann von alleine.
„Fotzen-Fritz“, Der Narkosearzt, Norbert Clooney und die anderen Schrankwandmänner
Nach diesem Debakel ist es also an der Zeit, dass man Konsequenzen zieht, dass man sich auf macht, zu neuen Ufern, dass man „moderner“ wird, dass man nun endlich, nach fast zwanzig Jahren Stillstand und „Reicht doch aus, also weiter so!“ als Arbeitsmotto nun also endlich dafür Sorge trägt, dass die CDU in der Gegenwart ankommt, ihr Profil erneuert, sich selber erneuert, die Parteispitze sich erneuert, neue Horizonte angesteuert werden, weil sich die Gesellschaft verändert hat, weil man selber mit der Zeit gehen muss, aber gleichzeitig den Spagat schaffen muss, dennoch seinen Markenkern beizubehalten, diesen aber möglichst modern und an die heutigen Probleme, Fragen und Herausforderungen angepasst... Hust!!HUsT!! hust.... hüstel.... Schuldigung! Habe mich vor lauter Ironie glatt verschluckt!
Also, wo waren wir?
Ach ja!
Und die erste Idee, welche der CDU dazu einfällt ist: NORBERT RÖTTGEN, FRIEDRICH MERZ und RALPH BRINKHAUS (Update: Und jetzt also auch HELGE BRAUN, Merkels Doppelgänger). Drei ältere, hellhäutige, rückständig-konservative MÄNNER (Und ein Merkelklon), zwei davon hetzen gegen alles, was irgendwie „Links“ ist und der dritte tut zwar so, als sei er modern, ist er aber im Grunde genommen ebenfalls nicht (Und der Doppelmerkel verkörpert auch nichts andere als das übliche „Weiter so!“).
Hey, wie wäre es denn mit einer Frau UND einem Mann? Dann sind beide Geschlechter abgedeckt. Vielleicht ein Duo, das sich bereits kennt, welches auch schon zusammengearbeitet hat, welches zwar verschiedene Ansichten hat, aber auch kompromissbereit ist, um so das äußere, wie das innere Erscheinungsbild der Partei auf moderne Art und Weise zu repräsentieren. Solche Leute hat man doch bestimmt irgendwo in der Partei herumstehen, man ist ja keine Garagenpartei mit nur einer Hand voll Leuten, man ist doch keine Partei, die in den 1950ern hängen geblieben ist, man ist doch keine Partei, die noch immer nicht begriffen hat, was eigentlich die großen Probleme sind, welche man lösen muss, um nicht immer weiter in Richtung der AfD zu driften...
Oder?
Wie die Wahl verlaufen und auch enden wird, ja das kann man schon jetzt sehr gut vorhersehen:
Pfffhhh.... Joa... Aber man KANN ja auch Friedrich Merz zum neuen Vorsitzenden wählen, der vom ich glaube es war das „Titanic-Magazin“ (Update: Ja gefunden! Es war das Titanic-Magazin) bereits Anfang des Jahres hämisch betitelt wurde: „Mit Fotzen-Fritz zurück in die alte BRD“.
https://m.facebook.com/TitanicMagazin/photos/a.235074635034/10164535850220035/?type=3
Aber naja:
Aber naja:
https://www.volksverpetzer.de/wahlkampf/faktencheck-merz-luegen/Dann arbeitet er halt mit den Methoden der AfD... (Wobei ich ihm immerhin TEILWEISE beim Gendern in der Tat ein klein wenig recht gebe).
Aber er ist doch so reich! Er hat doch so viel Erfahrung in der Wirtschaft! Der kennt sich doch aus! Und wenn so einer, der viel Geld verdient hat und immer davon redet, vor allem, dass die Fleißigen in der Gesellschaft vor den ganzen faulen Geringverdienern, Minijobbern und insbesondere vor diesen widerlichen Arbeitslosen geschützt werden müssen, ja dann hat er doch recht damit! Der Mann ist reich, der kennt sich aus! Der hat doch diesem faulen Obdachlosen, der ihm damals seinen Laptop wiedergegeben hat, SEIN EIGENES BUCH GESCHENKT... Solch ein Herzensguter, bodenständiger Mann! Schenkt einem Obdachlosen ein selbstgeschriebenes Buch! Seit dem geht es für den Obdachlosen doch bestimmt auch bergauf, weil er von Merz weisen Worten so sehr inspiriert wurde, dass auch er heute einer von diesen “Fleißigen” ist, welche Fotz... Ich meine Merz immer hochhält!
Aber naja:
https://m.facebook.com/heuteshow/posts/10155801722605986?comment_id=10155801767470986Dann ist der Mann eben ein zwielichtiger Geschäftemacher, dem die Leute gerne mal auf den Leim gehen, weil sie ihn, gemäß des „Fleißigen Deutschen“ für das Wirtschaftswunder in Person halten und den Rest einfach ausblenden! Oder all das sogar noch gut finden, soll es ja auch geben.
So wie der hier unter diesem Post der HEUTE SHOW - Ist zwar von 2018, aber geändert hat sich am Grundproblem rein gar nichts:
(Vielleicht SOLLTE man erwähnen, dass jene, welche sich hier schützend vor Blackrock-Fritz werfen fast allesamt Männer sind und offensichtlich zu einer ganz ähnlichen Klientel gehören)
Oder halt auch nicht:
Die können sich voll durchsetzen die Grünen! Hat Fakenews-Fritze vollkommen recht! Die bösen Grünen blockieren gerade total jedes Gesetzvorhaben, welches nichts mit radikalem Klimaschutz zu tun hat! Darum berichtet ja auch ausgerechnet die LINKE Zeitung “taz” davon, wie schlecht die Grünen darin sind, sich auf irgendeine Art und Weise durchzusetzen!
Darum hat Deutschland ja auch so eine grüne Vorreiterrolle bei den in England beschlossenen Klima- und Umweltschutzzielen eingenommen und AUSSCHLIEßLICH ökologisch wertvolle Vorhaben und Gesetze mitunterschrieben oder sogar selber veranlasst!
https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/uno-klimagipfel-von-glasgow-wer-sich-jetzt-besonders-anstrengen-muss-a-df6d74b1-88ec-40f6-9f00-44e752ad0508
Die grüne, von DEN GRÜNEN angeführte Ökodiktatur steht ganz kurz bevor, da bin ich mir wie Merz aber echt vollkommen und ganz doll sicher!
KAPPA
Auch dass Merz behauptet, dass das Gendern uns allen aufgezwungen werden soll, kann ich aktuell nur bei den ganz militanten Linken erkennen (Der einzige Punkt, bei dem ich ihm immerhin ansatzweise recht geben kann, weil ich dies bereits selber erlebt habe), in immer mehr Medien, so stelle ich es jedenfalls fest, ist es langsam, kaum merkbar, aber doch bereits schon wieder auf dem Rückzug. Gamingmagazine beispielsweise, die ich viel lese, haben größtenteils alles was mit Gendern zu tun hat, schon wieder eingestellt, nach dem die eigene Leserschaft sich durchgehend beschwert hat darüber. Einzig die GAMEPRO spielt weiter den „Social-Justice-Warrior“ und gendert die eigenen Leser in Grund und Boden – Wobei es in der Gamingszene ja auffällig ist, wie viele „Junge Leute“ weit unter 40, sogar oftmals weit unter 30 das Gendern ablehnen – So viel also dazu. Viele andere Medien schleichen sich derweil immer weiter aus der ganzen Angelegenheit heraus (Oder mit der Wischiwaschi-Vogabe „Ihr alle könnt gendern wie ihr wollt, oder auch nicht!“) oder in dem sie entweder nur noch sehr inkonsequent gendern oder aber Mann UND Frau einfach gleichauf erwähnen. Aber meistens auch nur immer so lange, wie es dem jeweiligen Autor nicht zu anstrengend wird, die zusätzlichen Buchstabengebilde immer und immer wieder in den eigenen Text zu hämmern.
Aber zurück zur CDU!
Immerhin in einem Punkt hat Merz aber vollkommen recht:
Quelle: https://www.zeit.de/politik/deutschland/2021-10/cdu-junge-union-deutschlandtag-jens-spahn
Problem dabei aber ist bloß, dass ausgerechnet Leute wie ER SELBER eben genau das Problem, die Ursache des ganzen sind, sich aber selber als die Lösung betrachten.
Das muss man halt insbesondere kritisieren, weil hier die Hauptprobleme liegen.
Und von der „Jungen Union“, ja von der rechtserzkonservativen Gurkentruppe wollen wir am besten mal gar nicht erst anfangen. Ich denke, da haben der episch-peinliche Auftritt von Amthor bei Twitch oder Die „CSYOU“ bereits alles gesagt, was man wissen muss.
Oder wie es der Kabarettist Urban Priol schon vor über zehn Jahren einst ausdrückte: „Die Mitglieder der JUNGEN UNION sind im Geiste älter, verknöcherter und rückständiger, als es selbst das älteste, noch lebende CDU-Mitglied jemals sein könnte!“.
Niemand sagt, dass die CDU mit dem neuen Oberhaupt gleich sofort eine modernistische Regenbogenpartei mit 5G an jeder Milchkanne sein muss, bloß gewisse, grundlegende Dinge, SOLLTEN sich VIELLEICHT doch langsam mal ändern. Es sein denn natürlich, man WILL UNBEDINGT ein erzkonservativer Anker in der sich immer schneller und stetig wandelnden Gesellschaft sein, der nicht merkt, dass er immer mehr braunen Rost ansetzt.
Und der werte Herr Brinkhaus... Ja also DER:
Widerspricht sich auch gerne mal selber: Auf der einen Seite, da warnt er vor einer „Strammen Linksagenda“ und auf der anderen betitelt er die „inhaltlichen Grundlagen als NICHT STABIL“.
Ja was denn jetzt?! Kriegen wir jetzt unsere klimaneutrale, durchgegenderte, gesellschaftsspaltende, grüngewaschene, linksideologische Gesinnungsdiktatur oder nicht?!.
Also dann vielleicht doch lieber Norbert „Ich kann meine Kaffeetasse halten wie George Clooney“ Röttgen. Der bekommt zwar auch nicht viel gebacken, hat als Umweltminister damals ebenfalls keine sonderlich lange Liste an wirklichen „Erfolgen“ oder bemerkenswerten Leistungen vorzuweisen (E10 zählen wir mal bekanntermaßen eher zu den ganz großen Misserfolgen), aber immerhin fällt er nicht dadurch auf, dass er andauernd ideologische Wurfgeschosse abfeuert, welche aus dem Baukastensatz der AfD kommen (könnten).
Möglichkeiten, vor allem Kandidatinnen gäbe es:
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2021-11/rita-suessmuth-cdu-vorsitz-frauen-kandidatur-armin-laschet-nachfolge
Na? Wäre dies nicht EINE Chance von vielen möglichen, das Gesicht der Partei in ihrer Grundstruktur zu erhalten, aber dennoch mit der Zeit zu gehen?!
Dumm dabei nur, dass sich solche Pläne dann meistens daran zerreiben, dass Frauen die sind, an denen es dann meistens hängen bleibt, wenn sie Kinder bekommen. Oder die eigene Partei einfach mal modernere Formen der Parteiführung ablehnt, weil man ist halt Konservativ und will auf gar keinen Fall so diversversifft enden, wie beispielsweise die SPD. Also lässt man lieber alles so, wie es halt immer war und ist.
Einfach einen backen geht ja wohl kaum und bei der aktuellen Auswahl, wird es nicht passieren, dass da noch aus irgendeiner blinden Ecke jemand kommen wird, der/die diese Angaben erfüllt.
Wird aber vermutlich jedoch ohnehin egal sein, welche Hackfresse da nun in den Chefposten gesetzt wird oder auch nicht...
Meint zumindest ZEIT.de
UND NOCH WÄHREND ICH DIESE ZEILEN HIER EINSCHREIBE:
Kommt diese Meldung!
Und dann noch diese:
Und dann noch diese:
Wir können also gespannt sein, wo das noch hinführen wird. Aber Fakt ist, durch bloßes „Möbelverrücken“, was aber offenbar Leute wie Merz, Brinkhaus, Braun und Röttgen bereits als „Erneuerung“ werten, wird die CDU nicht aus ihrer Krise kommen, keine neuen, dringend benötigte Taktiken oder Antworten finden und schon mal gar nicht aus ihrer inhaltlich tiefen Krise kommen. Egal wie viele „coole“ Internetformate für „diese jungen Leute da draußen“ sie produzieren (Oder was auch immer CDU-Marketingagenturen dafür halten) oder wie oft sie „Zocker-Amthor“ auch vor einen Gaming-PC setzen und ihn den Echten Gangster am PC zitieren lassen. Es wird nicht reichen. Zumindest nicht, wenn es darum geht, die eigenen, ja nun irgendwo klar definierten Ziele, insbesondere dieses eine Hauptziel, der „Erneuerung“ zu erreichen. Denn die selben ältlichen Männer, welche schon ohnehin seit Jahrzehnten zur Inneneinrichtung gehören einfach an neue Posten zu setzen, das ist gewiss keine Erneuerung oder Modernisierung. Das wäre eine Farce, ein schlechter Witz und vor allem die ultimative Bestätigung des bereits ja jetzt schon von nicht wenigen zurecht hämischen Kommentatoren vorhergesagte, unterstellte Plan: „Die CDU denkt, wenn sie ihr altes Personal einfach nur umsetzt und dann vier Jahre lang von „Veränderung“ redet, dann glauben das die Leute irgendwann und schon ist die CDU wieder voll angesagt bei der immer bunter werdenden Gesellschaft“.
Man will maximale Wirkung, durch minimalen Einsatz erreichen. Das KÖNNTE auch funktionieren, aber nicht auf die Dauer.
Wobei Leuten wie Merz oder Röttgen garantiert selbstverliebt genug sind, um tatsächlich zu glauben, dass sie „DER NEUANFANG“ sind. Aber da kannste auch Omas verspeckte Wohnzimmerschrankwand nach ihrer Meinung dazu fragen, ob es nicht an der Zeit wäre, sie langsam auf dem Sperrmüll zu entsorgen und neue, moderne Möbel zu kaufen.
Also deshalb mal sehen, wohin sich das alles noch entwickeln wird, wobei ICH für mich ja irgendwie wenig Hoffnung habe, dass sich überhaupt irgendwas großartig ändern wird bei den Christdemokraten. Denn erstens sind Omas Uraltmöbel ja erstens einfach noch immer zu gemütlich! Und zweitens bedeutet solch eine radikale Veränderung („Radikal“ ist für viele Konservative ja schon, die Wände mal neu zu streichen) auch immer zwangsläufig, sich tiefgreifend mit sich selber beschäftigen zu müssen. Tja und DAS will man, trotz aller gesagten Parolen und Veränderungsaufrufe dann aber wohl eher doch nicht.
Und das könnte zu einem Problem werden.
Sehe zumindest ich so.
Rechts, neben der AfD ist noch ganz viel Platz
Ein großes Problem wird sein, wird werden und auch bestehen bleiben, wie man als konservative CDU darauf reagieren will, wenn man dann seine Existenzzeit als Opposition neben der AfD verbringen muss. Denn Konservative stehen im politischen Spektrum ja eher rechts. Und nicht erst seit Hans-Georg Maaßen wissen wir, wohin das führen kann (JA, ich weiß... Sarrazin ist oder war SPD! Manchmal verlaufen sich auch Rechte in die linke Ecke). Der Rechtsdrall ist also irgendwo bereits vorhanden, die magnetische Kraft, welche hier von Natur aus (LEIDER) existiert, sie wird sich weder weglächeln, noch schönreden lassen und mit einem Friedrich Merz wäre ein ideologisches und inhaltliches Kentern auf die rechte Schlagseite nur noch eine reine Frage der Zeit oder der Gelegenheiten.
Ein weiteres Problem wird sein, in wichtigen Momenten und Reaktionsentscheidungen auf Handlungen der Regierung, wie man, ob man, was man macht, wenn auch die AfD reagiert. Grenzt man sich grundsätzlich von ihr ab? Aber wie soll das immer möglich sein? Was ist, wenn man sich bei bestimmten Punkten einig ist, also denselben Standpunkt vertritt? Vielleicht nur die Beweggründe und Absichten dahinter andere sind, im Kern aber auf dasselbe hinauslaufen? Wo zieht man die Linien? Wie verhindert man, dass die gemäßigten bei der AfD mit dem eigenen Personal „kuscheln“? Was passiert, wenn die christdemokratischen, konservativen Werte und Sichtweisen auf einmal beginnen, wie zwei Wasserfarben mit den „Wertvorstellungen“ der AfD ineinander zu verlaufen? Was denken dann die Stammwähler davon, sollte es dazu kommen, dass man vielleicht dann doch irgendwann mit der „AfD herumknutscht“? Oder nur ein Teil der eigenen Belegschaft?.
Man KÖNNTE natürlich versuchen auf gleich zwei Hochzeiten mit immer nur jeweils einem Bein zu tanzen. Aber versuch das mal, wenn dich deine potentielle Wählerschaft, der Mittelstand, die normale Bevölkerung und die Presse immer im Auge haben. Zumal bei einer Gesellschaft, die immer diffuser, bunter, jünger und weltoffener wird. Würden sich „Kuscheltendenzen“ dann so einfach mal weglächeln und vom Tisch wischen lassen?
Die CDU muss Antworten finden – Insbesondere auf eine rechtspopulistische Partei, welche ihre braunen Fähnchen immer so in den Wind hängt, dass sie möglichst viele damit ansprechen kann. Man erinnere sich daran, dass die AfD unter Alice Weidel mit die ersten waren, welche einen Lockdown und Hygienemaßnahmen forderten, als Corona gerade im Begriff war, sich in Deutschland auszubreiten (Die Älteren erinnern sich vielleicht noch). Unter Leuten wie Merz oder Brinkhaus würde ein ideologisches Anbiedern auf alle Fälle aber wesentlich wahrscheinlicher und vor allem gefährlicher sein, als ohnehin schon. Und ob ein Röttgen oder ein Braun in der Lage wären, den Laden dann die vielleicht kommenden acht Jahre, SOLLTE Scholz wiedergewählt werden, auf diese Weise zusammenzuhalten, kann irgendwie bezweifelt werden.
Ob all das Gerede, speziell von Laschet, dass die CDU eine KONSTRUKTIVE OPPOSITIONSPARTEI sein und trotz aller Gegensätze der nun kommenden Regierung helfen sollte, etwaige Fehler und Probleme, Differenzen und Widersprüche zu beheben und nicht einfach immer nur „Dagegen“ zu sein, um dagegen zu sein, kann man unter diversen Umständen ebenfalls für eher unwahrscheinlich halten, auch wenn genau das wünschenswert wäre. Denn schon jetzt, speziell mit der Pandemie oder auch allem was mit Klima zu tun hat, häufen sich die Fragezeichen und Probleme, die FDP gibt rücksichtslos wie immer den Ton an und Scholz scheint das merkelsche „AUSSITZEN“ auf ein neues Level zu treiben.
Eine meinungsstarke Opposition, welche nicht nur konstruktiv, sondern auch ausdauernd kritisch, aber stets fair und mit sich selbst im Reinen ist, wäre in der Tat etwas wirklich Großartiges.
Aber dafür muss die CDU, vor allem mit ihrem Anhängsel der CSU insbesondere eine grundlegende Frage klären: Welchen Weg wollen wir gehen?
Denn eines der wohl größten Probleme dieser Zeit ist, wie man beispielsweise in den USA beobachten kann, dass Konservative dort von ganz alleine immer radikaler werden, sich von ganz alleine nicht nur dem rechten Spektrum angleichen, sondern dieses sogar noch zu übertrumpfen versuchen, weil in dieser aktuellen Zeit der universellen Eskalation in so ziemlich allen Lebens- und Denkbereichen Radikalisierung, Provokation, Zerstörung von Geschmacksgrenzen gerade mal wieder der neueste Schrei sind. Dieses Problem ist bei CDU in dieser brutalistischen Form (NOCH) nicht angekommen, doch dieser Trend könnte sich jedoch verstärken oder überhaupt erst seine Initialzündung erleben. Da ist die Sitznachbarschaft zur AfD eigentlich nur noch eine reine Formalie, sich diesem Ideologiemagnetismus früher oder später, langsam, aber sicher, immer weiter hinzugeben.
Ich für meinen Teil kann es bereits kaum erwarten, bis genau DAZU die allerersten Schlagzeilen erscheinen.
Der CDU obliegt somit also die Mammutaufgabe, ihr konservativ-bürgerliches, politisches Weltbild nicht nur zu modernisieren, sondern auch so weit wie möglich von der AfD abzusetzen, es sein denn, man WILL am rechten Rand fischen oder sogar gleich mit einem beherzten Kopfsprung hinein ins trübbraune Nass.
Ein spannendes, wie ach gleichzeitig gefährliches Experiment – Denn auf die nur noch in jämmerlichen Spurenelementen vorhandene LINKE kann man eh nicht mehr zählen. Zumal sich ja nicht nur die LINKE als PARTEI immer weiter zerlegt, sondern auch die einstige, linke Restwähler oder Nichtmehrwähler-Klientel.
Diese Äußerungen werden übrigens präsentiert von DER FREITAG - Ein LINKES Medium
Wie man anhand nicht nur dieses Artikels wunderbar begutachten kann, sondern auch an den Kommentaren darunter, der immer weiter ins Bescheuerte eskalierenden „Diskussion“, sowie den zum Teil doch sehr abstrusen Ansichten der dortigen Kommentierenden:
https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/nur-mut-ihr-linken
Dass die CDU also nun in dieser, ihr neuauferlegten Rolle alles andere als zu beneiden ist, sollte also klar sein.
Es sei denn, man findet ein passendes Konzept, mit dem man sich als Oppositionspartei nicht nur mit den vergraulten und abgewanderten Wählerschichten neu bewirbt, sondern auch bei stets unentschlossenen Wechselwählern und vor allem bei Jüngeren.
Denn es soll ja noch Wunder geben.
Das Zeitalter des... „ modernen Neo-Konservatismus“(?)
Wie bereits erwähnt, sagte ausgerechnet Jens Spahn auf dem CDU-Partei-Nachwahldebakel-Treffen unter anderem, dass:
Quelle ZEIT.de
Was interessant ist... „Das Überwinden von Ungleichheiten und den sozialen Frieden“ - Was rein charakterlich Merz schon mal kategorisch ausschließen würde. Problem dabei aber ist, dass auf der anderen Seite der doch ziemlich linke Kurs von Merkel auch nicht der allerbeste Weg war, zumindest nicht aus konservativer Sicht. Denn das gewaltige Loch, das politische Vakuum, welches sie hinterlassen hat und Laschet nicht einmal im Ansatz ausfüllen konnte, ist mehr als nur ein einfaches „Loch“, es ist eine tiefgreifende Selbstverständniskrise, ein Identitätskonflikt. Denn neben den merkelschen „Linkskonservativen“, gibt es in der CDU ja noch die „Normalkonservativen“, die „Erzkonservativen“ und dieses Gefliege zwischen „Werteunion“, „Junger Union“ und Friedrich Merz. Und sie alle müssen wieder unter einen Hut gebracht und auf einen gemeinen Kursus motiviert werden, den sie alle im Bestfall mittragen oder immerhin mit schmerzverzogenen Gesichtern, aber ohne zu sabotieren hinnehmen, weil es halt sein muss.
Denn wie in jedem postapokalyptischen Endzeitfilm, zumindest in allen, in denen die Gesellschaft versucht, nach der großen Katastrophe wieder eine funktionstüchtige Gemeinschaft zu werden, welche nicht nur überleben, existieren, sondern auch gestalten und sich behaupten, wieder wachsen kann, muss also nun auch die CDU sich aus ihrer ganz persönlichen „Post-Merkel-Apokalypse“ aus dem gewaltigen Krater hangeln, welcher Muttis In-Rente-Gehen hinterlassen hat. Denn sein wir mal ehrlich: Viele haben auf sie geschimpft, doch waren ihre Umfragewerte die meiste Zeit ziemlich gut und nicht wenige Leute haben „Mutti“ gewählt, weil sie „ALTERNATIVLOS“ war, weil man letzten Endes in den Bundestag geschielt hat, all die anderen dumpfen, unfähigen Hackfressen sah und sich dann dachte: „Aber naja! Wenn man mal so vergleicht... Gibt sonst keinen, der das besser machen könnte! Eher schlimmer!“.
Ich selber habe mich bei Diskussionen immer wieder genau darüber beeumelt, wenn mein Gegenüber auf Merkel schimpfte und ich dann die einfache Frage stellte:
„NA WER AUSSER MERKEL SOLL DENN SONST KANZLER ODER KANZLERIN WERDEN?“.
Dann fielen die allermeisten immer ratlos in sich zusammen... Oder aber, in einem letzten Anflug von Motivation, kam dann ein „Na Hauptsache nicht mehr SIE!“. Woraufhin ICH dann diverse Politikernamen in den Raum warf und einer nach dem anderen mit Kommentaren wie „OH! NEIN! NICHT DER!“, „OH GOTTOHGOTT! NICHT DIE OLLE ZIPPE!“, „ACHHERRJEH! BLOß NICHT DER!“ oder „NEIN! AUF GAR KEINEN FALL!“ bedacht wurde. Nach meiner Auflistung und diesen Antworten, fragte ich dann einfach erneut, ob Merkel dann nicht doch das beste ist, was wir halt derzeit haben. Danach bekam ich meistens nur noch verzweifelte Gesichter und außer einem Schulterzucken überhaupt keine Antworten mehr. Zumindest von Leuten, welche nicht irgendeiner politischen Kaste fest und fanatisch, unverrückbar und ohne jeden Hinterfragen zustanden.
Und ganz genau DAS ist nun für die CDU zu einem Problem geworden. Denn Muttis Haupttaktik war, geben wir es ruhig mal zu, von anderen zu klauen, das Gestohlene zu optimieren oder minimal abzuändern, umzusetzen und für sich selber zu deklarieren. So hat die die SPD großanteilig immerhin in eine der tiefsten Krisen ihrer Existenzgeschichte geführt. Das muss man auch erst mal schaffen.
Und diese Heißluftblase ist aber nun, mit ihrem Abgang in sich implodiert und die Partei sitzt in einem leeren Krater und weiß nicht, wie sie nun weitermachen, beziehungsweise neuanfangen soll.
Jedoch „TOT“ oder „UNTERGEGANGEN“ ist die CDU keinesfalls! Denn man sollte stets bedenken: Die CDU hat die Wahl verloren! Das ja, ABER sie hat die Wahl mit nicht mal vier Prozent weniger verloren! Sie ist kein brennendes Wrack wie DIE LINKE oder ins schwarze Umfrageloch gefallen wie einst DIE PIRATEN.
Die CDU hat Platz zwei belegt auf dem Wahltreppchen, auch wenn sie massivst verloren hat und Söder und Laschet so ziemlich alles dafür getan haben, so viel Schaden wie möglich anzurichten. Die CDU ist keine Partei, die um ihr Überleben fürchten muss, auch wenn der Rückfall von REGIERUNGSPARTEI zu OPPOSITIONSPARTEI schon irgendwo ein ziemlicher Bauchklatscher ist. Dass sich die Ampelkoalition zusammengefunden hat OHNE DIE CDU bedeutet nicht, dass sie nun schon bald dem endgültigen Untergang geweiht ist.
Sie hat nur nun gleich zwei große Probleme:
-Sie muss eine neue oder neue alte, möglichst moderne oder so wirkende, überzeugende Identität finden.
-Und sich darin, in dieser neuen Rolle dann erst einmal beweisen.
Und da stimme ICH zumindest Jens Spahns Ideen doch sehr zu, zumindest, wenn man sieht, wohin sich der Großteil der bundesdeutschen Bevölkerung gesellschaftlich hinentwickelt - „Eine Modernisierung des Familienbegriffes“ wäre schon einmal ein sehr guter Anfang.
Problem dabei ist nur: „Konservatismus will das was existiert erhalten und Veränderungen in egal welcher Art immer nur dann und immer nur möglichst minimal zulassen, wenn es absolut notwendig ist“. Die Veränderung, die Modernisierung, sie ist gewissermaßen der Feind des Konservativen. Nicht zu verwechseln mit der rechten und der rechtspopulistischen Ideologie, welche nicht nur den Stillstand, sondern sogar den massiven Rückschritt zum Ziel haben. Dass es hierbei, weil sie miteinander mindestens verschwägert sind, große, verführerische Schnittmengen oder problemlos unterstellt werden können gibt, deren Grenzen nicht immer genau ersichtlich sind, versteht sich somit von selbst.
Spahns Vision lautet also: Bürgerlich ja! An alten Werten festhalten ja! Aber diese neu auflegen und neu interpretieren - „Die CDU denke nicht wie andere Parteien in Kategorien. Nicht Mann, nicht Frau, nicht schwul, nicht hetero, nicht Christ oder Muslim, sondern Mensch“.
Klingt in all den aktuell brennenden Gesellschaftsdebatten und -Entwicklungen mehr als logisch, wird aber so oder so nur schwer umsetzbar sein. Denn irgendwo widerspricht vieles davon dem konservativen, aber insbesonders konservativ-christlichen Politikdenkbild nicht gerade gering.
Immerhin aber sind CDU wie AfD mittlerweile soweit, dass homosexuelle Menschen ganz selbstverständlich nicht nur ein Teil der Partei, sondern auch Minister oder gar Parteivorsitzende sein können und niemanden stört es (Auch wenn die AfD gleichzeitig gegen ebendiese Menschen hetzt, aber massive, verlogene Widersprüche sind in dieser Partei ja schmerzbefreit an der Tagesordnung).
Aber an dieser Grundselbstverständlichkeit könnte man problemlos als CDU, deren „C“, falls man sich erinnert für „Christlich“ steht, nun anknüpfen und zeigen, dass man lernfähig ist und mehr, als eine Partei von Leuten, die vor allem dafür bekannt sind, den Mittelstand und Geringverdiener und Arbeitslose entweder zu ignorieren oder noch weiter zu schröpfen (Das ist heute der Job der FDP und davor war es der Job der Schröder-SPD), sowie der sehr teuren Affären in allen Wirtschaftsbereichen. Und ganz nebenbei auch unter dem Label „Christlich“ der Kirche zeigen, wie die Menschen außerhalb der Vatikanblase im jetzigen Jahrhundert denken und leben und handeln. Das wäre doch mal was!
Also ja... die CDU steht vor einem Problem.
Will man eine moderne Partei werden, welche die Veränderung verkörpert? Will man eine altbackene Partei sein, welche genau das möglichst nicht will, der aber dann immer mehr und mehr die Wählerschichten entweder weglaufen oder gar „wegsterben“? Oder schafft man es irgendwie zwischen beiden Welten zu laufen, ohne über die eigenen Füße zu stolpern? - So oder so wird man erst einmal das passende Schuhwerk anhand eines neuen Parteivorsitzenden finden müssen, um zu entscheiden, ob man auf altbekannten Wegen bleibt, oder aber sich abseits davon durch mehr oder weniger unbekanntes Territorium bewegt, weil es vielleicht nötig ist ODER ob man am Ende dem magnetischen Zog von Rechts nachgibt und sich einverleiben lässt, wie es in vielen anderen Ländern der Welt mittlerweile zu beobachten ist. In diesen Fällen spricht die offizielle Presse dann zwar immer von „Radikalem Konservatismus“, aber letzten Endes ist auch das dann nichts anderes als „Rechts“ und gerne mal noch etwas radikaler, als die ohnehin Radikalen. Wo ja aktuell sehr gut zu beobachten ist, dass bei den Republikanern in den USA oder auch bei der ÖVP in Österreich diese Restwerte ebenfalls immer mehr und mehr versanden, weil nichts mehr zählt, als die eigene Macht, der eigene Geldbeutel und die Durchsetzung der eigenen, immer brutalistischeren Ansichten um jeden Preis und mit allen Mitteln.
Hier ein kleiner Denkansatz dazu:
Der marktonforme Konservatismus der CDU wäre vielleicht, wie auch der Liberalismus, fällig dafür, überarbeitet zu werden, jedoch mehr auf soziale Bestandteile bezogen, als beim Neo-Liberalismus, dem alle sozialen Belange ja scheißegal sind, weil DER MARKT REGELT DAS ALLES SCHON!. Oder aber ein ausdeifinierter „Human-Konservatismus“, der zwar DEN ERHALT DER GUTEN, ALTEN WERTE im Sinn hat, diese aber im Sinne der Menschen und vor allem der aktuellen Gesellschaftswerte und -Bedürfnisse immer wieder überdenkt und anpasst (Das Grundgerüst bleibt, aber die Details werden angeglichen). Ist aber dann auch wieder ein Widersprich in sich und wird innerparteiliche Gruppierungen wie „Die Werteunion“ kaum überzeugen, sondern eher abschrecken. Und dann käme da noch das Problem dazu, dass man darin noch überlegen müsste, wie und wo man sich dann noch von vor allem der SPD absetzt.
Womit wir dann also wieder beim „Merkel-Problem“ wären.
Also wie die CDU es macht, sie wird reichlich mühe haben, aus ihrem Krater welchen Merkel hinterlassen hat, wieder eine funktionstüchtige Grundlage, überhaupt erst mal eine „Identität“ zu zimmern.
(Denn weitermerkeln wird nicht gehen, das macht der Scholz ja schon und in einer noch weitaus perfektionierteren Form, als Mutti e jemals könnte.)
Aber soweit war die FDP ja auch einst, sie war sogar aus dem Bundestag raus und sitzt nun nicht mehr nur in der Regierung, sondern gibt aktuell sogar skrupellos wie eh und je den Ton an:
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/corona-und-die-ampel-ein-plan-der-den-liberalen-gefaellt-a-96e339da-da8d-4913-a645-848f263b1ffb
Und wie wir alle wissen:
Ist hier zwar auf Spahn bezogen, aber kommt am Ende ja aufs gleiche raus.
Irgendwann, da kommen sie alle „wieder“, wenn sie sich nicht vollends selber vor die Wand gefahren haben – Manchmal aber selbst dann, wie Laschets offizieller Nachfolger in NRW es eindrucksvoll beweist.
Es kann also nur spannend bleiben.
[Finales Update (Genau deshalb HASSE ich es, über Politik zu schreiben)]:
Womit wir also feststellen können: ALLES BLEIBT WIE IMMER! - Denn MÖBEL UMSTELLEN ist auf alle Fälle wesentlich einfacher, als RENOVIEREN!
Ich habe fertig.
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Eine Weile, da versuchen Cayman und der Kameramann die Möbel ein wenig zu verstellen, doch es nützt nichts, das Zimmer, das Herz der CDU, es bleibt irgendwie muffig und altbacken bis in die letzte Ecke...
Aber immerhin gibt es keine Spinnenweben oder sonderlich viel Staub, man hat das was man hat, also immerhin gepflegt...
Dann aber gibt Cayman das Umgestelle auf und schimpft: „Ja aber so bringt das doch überhaupt nichts! Entweder ganz und dann richtig oder gleich gar nicht! Von ein bisschen das was schon da ist hin- und herstellen, da wird nichts besser und auch nichts anders! Veränderung muss her! Richtige Veränderung! Und WIR fangen jetzt damit an, dass wir diese hässlichen Uromamöbel rausschmeißen, die Wände endlich mal neu streichen, diese dämliche Tapete runterreißen und diesen widerlichen Teppichboden entfernen! JETZT ODER NIE! HIER ODER GAR NICHT!“.
Der Kameramann stützt sich auf der Rücklehne des Fernsehsessels ab: „Joa und dann? Ich meine... Die kriegen doch Angst, die Beschdemokraten! Die sind datt doch nach bald zwanzig Jahren gar nicht mehr gewohnt, dass sich überhaupt irgendetwas ändert! Haben zwar immer gemeckert und geschimpft, aber am Ende, da haben sie dann doch alle wieder mit ihrem Likörchen aufm Sofa gesessen, haben Muttis hundertsten Wahlsieg gefeiert und waren zufrieden, dass ihr Selbstverständnis als Regierende wieder mal um vier weiter Jahre verlängert worden ist! Und diese gute, alte Wohlfühlbubble sollen wir jetzt zerstören? Bist du dir da auch ganz sicher?“.
Cayman aber ist sich sicher: „Ja! In der Tat! Es MUSS sein! Mit ein paar Neonröhren irgendwo hinlegen, Internetanschluss einbauen und den Amthor an einen Gaming-PC setzen und dann hoffen, dass IRGENDWAS besser wird, das ist so eine sinnlose Hoffnung, wie die, dass die FDP ihre soziale Seite entdeckt! Deshalb ist heute der Tag, der Moment der großen Veränderungen! Das ganze alte Drecksgerümpel, das fliegt raus!“
Daraufhin marschiert Cayman schnurstracks zu der Wand, an der das Bild von Merkel hängt...
Umfasst mit beiden Händen den dicken Holzrahmen...
Und nimmt es von der Wand...
In dem Moment, zuckt der Kameramann zusammen, schaut sich erschrocken um...
Doch es passiert nichts...
Auch fast zehn Sekunden danach nicht...
Alles scheint zu bleiben, wie es ist und wo es ist, die große Katastrophe bleibt aus...
Cayman, der sich lässig auf das Bild lehnt meint: „Na siehst du! Ich habe dir ja gesagt, dass nichts passiert! Veränderung ist etwas, das man zulassen muss, sonst überrollt es einen früher oder später!“
Misstrauisch blickt sich der Kameramann um, als dann immer noch nichts schlimmes passiert, nimmt er seine Kappi ab und meint: „Naja... Also... Ja... Vielleicht hast du rech......“
Da beginnt der Boden zu wackeln...
Die Deckenleuchte löst sich und kracht auf den Fliesentisch...
Das gute Geschirr in den Regalen der Schrankwand klappert laut und beginnt teilweise, herauszufallen...
Panisch versucht Cayman noch, das Bild von Mutti wieder an die Wand zu hängen, doch es ist zu spät...
Augenzeugen berichten später, dass sie lauten, dumpfen, kaum definierbaren Lärm hörten, ehe eine gewaltige Staubwolke aufstieg und sich ihre Bahn durch die Straßen und Hausgänge suchte...
Die Feuerwehr, das Technische Hilfswerk und der Katastrophenschutz, sowie die BILD-Zeitung auf der Suche nach der nächsten Schlagzeile suchten, buddelten, gruben und kämpften sich Stück für Stück durch den gewaltigen Krater...
Und obwohl die BILD sämtliche Scheinwerfer mitbrachte und aufstellte, mit denen sie zuvor bei BILD-TV immer das Ego von Julian Reichelt ausleuchten mussten...
Es brachte nichts, der Krater, das tiefe Loch, es war so abgrundtief und stockdunkel, dass keine noch so starke Lichtquelle viel ausrichten konnte...
Noch bis zum heutigen Tag, da behauptet Bundesaltkanzler Friedrich Merz, dass man, wenn man den Namen von Angela Merkel in den Krater hineinruft, wenige später leise, heisere, aber vernehmbare Klagelaute vernehmen zu können, wenn man an stillen Vollmondnächten aufmerksam lauscht...
Ob dies aber wirklich so ist, konnten Forscher jedoch nie abschließend klären.
ENDE

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