CaymanBloggt-SPECIAL>
DIE CYBERPUNK BUG & FAIL SHOW> Auf der XBOX ONE> Humor und
Satire> Gesammelte Bugs, Glitches und Fails
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Öhömmähämmm…!
Endlich,
nach viel zu langer Zeit, aber immerhin endlich… Da ist die
Next-Gen-Fassung da! Sie bringt scheinbar vor allem einige gute
Neuerungen, welcher aber vermutlich schon zu Release hätten drin sein
können oder sollen oder müssen oder wasweißichdenn…
Und
PCG-Redakteur Jonas Höger hat ganz Recht mit dem, was er im rot
unterstrichenen Taxtabschnitt von sich gibt und irgendwie auch mit dem,
was er anschließend im Kommentarbereich noch angemerkt hat:
ICH ALS KONSOLERO HINGEGEN WOLLTE GENAU DAS!
BUGS, GLITCHES, TECHNISCHE UNZULÄNGLICHKEITEN UND NOCH MEHR BUGS!
Und ich habe sie bekommen!
Und
weil ich mein Cyberpunk anstatt für 45 für 20 Euro mitnehmen konnte,
damals beim Kauf, war mein Spaß an dem, was dann mit Spielstart im
Minutentakt ablief natürlich umso größer!
Unfassbar
viele Bugs und Glitches habe ich gesehen, viele habe ich aufgezeichnet
und einige davon als Gifs verarbeitet - Es sind beiweitem nicht alle,
aber bereits ausreichend viele.
Somit also deshalb herzlich willkommen zu einer Show, bei der garantiert kein Auge trocken und kein Pixel unverbugged bleibt!
Derweil Leute wie der Jonas, vielleicht jetzt lieber weggucken sollten…
Könnte hässlich werden.
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FILM AB!
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Night
City ist ein raues Pflaster, nicht nur jeder Fehler den du als
Kleinkrimineller machst wird gnadenlos bestraft, sondern auch
Falschparker haben nichts zu lachen… Scriptevents sei dank!
Das
Verbrechen lauert überall und selbst in den zivilisiertesten Ecken der
Stadt sollte man nach Anbruch der Dunkelheit nicht mehr alleine und/oder
unbewaffnet das Haus verlassen… Es sei denn, man will riskieren, von
Kriminellen, Gangs oder der Polizei VERMÖBELT zu werden - So wie diese
arme Socke hier.
Derweil sich die ganz Abgehärteten von rein gar nichts mehr stören lassen…
Andere sich für sauberere Straßen einsetzen, meistens minder erfolgreich…
…geht einigen anderen einfach alles am Allerwertesten vorbei - “FCK The System” und so.
Pazifisten
haben es grundsätzlich schwer in dieser gesetzlosen Stadt, denn
schießwütige Ar***löcher (Wie ich) nehmen auf niemanden Rücksicht.
Derweil
gute, hochwertige Sterbeanimationen teuer sind und nur die wenigsten,
speziell in der Unterschicht sich diese leisten können. Hier zu sehen
das “Krankenkassenmodell” mit stark verzögerter “Aaaarrrgh!!! Ich bin
getroffen!!!”-Animation.
Mancher
Zeitgenosse aber kommt ohnehin nicht mehr dazu, diese zu benutzen, weil
er vorher von einem der gefürchteten, brennenden Killerautos
verstümmelt, gegrillt und anschließend gefressen wird.
Derweil andere Killerautos brutale Wrestlingmoves einsetzen, um ihre Opfer krankenhausreif zu prügeln…
In
ihrem Fortpflanzungsverhalten sind Night-City-Killerautos für
Autoexperten bis heute der Inbegriff für die Schönheit der Natur - Für
Menschen ist dieses Schauspiel allerdings ebenfalls sehr gefährlich, wie
man anhand dieser Aufnahme sehen kann.
Die
sehr viel schwieriger zu beobachtenden “PAPPAUFSTELLER-AUTOS” kann man
am besten in ihrer freien Wildbahn beobachten, indem man ein
hochauflösendes Fernglas verwendet.
Derweil
die Gattung der “Kollisionslosen-PKW” aufgrund fehlender Fressfeinde
keinerlei Sorge haben müssen, dass ihnen etwas zustößt und man sie
deshalb auch schon mal am hellichten Tag auf offener Straße gefahrlos
antreffen und bestaunen kann.
Texturlose “Pappkarton-Autos” hingegen sind etwas scheuer, aber immer wieder ein faszinierender Anblick!
Die
Gattung der “Kaputten-Poligon-Autos” galt lange als ausgestorben, bis
Wissenschaftler kürzlich jedoch ein lebendes Männchen entdecken und
kurzerhand faszinierende Aufnahmen dieses ausgesprochen scheuen Wesens
anfertigen konnten.
Das
gemeine, aus Monty Pytons Film “Die fantastische Welt der Schwerkraft”
bekannte Killerauto derweil, hat meistens mehr Angst vor dem Menschen,
als der Mensch vor ihm. Vorausgesetzt natürlich, es ist satt…
“Jumpscare-Autos”
wurden in den letzten Jahren besonders in den Innenstädten ein Problem,
da viele unwissende Bewohner diese fütterten und sich ihre Population
so schlagartig vervielfachte.
Derweil
vom handelsüblichen, fliegenden Automobil jedoch keinerlei Gefahr
ausgeht, da diese possierlichen KFZ mit Helium betankt werden und
deshalb genügsam, wie auch gutmütig in ihrem Charakter sind.
Das gemeine “Flummiauto” wurde derweil von der Stadtverwaltung von Night City unter Artenschutz gestellt.
Vereinzelte
Revierkämpfe können vorkommen, sind aber meistens schon nach einem
Volltreffer beendet, da das stärkere Auto seinem unterlegenen
Kontrahenten sehr schnell klarzumachen weiß, wer die dickere
Frontstoßstange hat
Deshalb
sollte man im Straßenverkehr von Night City immer Augen und Mund
offenhalten, denn es kann immer und zu jeder Zeit alles nur erdenkliche
passieren!
Denn neben verbuggten Autos, sind auch genauso kaputte Passanten eine potentielle Gefahr für sich und ihre Mitmenschen.
Wobei manche sich aufgrund eklatant hoher Dummheit bereits selber auszurotten in der Lage sind.
In solchen Fällen, da heißt es: “Abwarten und imaginäre Pommes essen!” - Wie man in Night City so schön sagt.
Unsichtbare Pommes gibt es übrigens bei den stadtbekannten unsichtbaren Imbissständen.
Neben unsichtbarem Essen und verbuggten Werbeschildern, die nicht wissen, ob sie nun eine Textur haben wollen oder nicht….
Ist
auch die eigene Kamera, welche einem ab und zu mal im wahrsten Sinne
des Wortes “IN DIE FRESSE” clippen kann eine jener Eigenarten, welche
man in Night City antrifft.
Zu Fuß, wie auch beim Autofahren.
Deshalb immer AUGEN AUF IM STRAßENVERKEHR!
Und immer auf fliegende Motorhauben aufpassen - Die stehen in Night City nämlich unter Naturschutz.
Genauso wie die vom Aussterben bedrohten “Seifenblasenautos”, welche bei der geringsten Berührung einfach platzen.
Am besten ist es natürlich, mit gründet eine Fahrgemeinschaft….
Oder gibt sich mit einem kostengünstigen, texturlosen Mietauto zufrieden.
Denn gemeinschaftliche Grundlagen sind nun mal eben das Herz von Night City!
Zusammen lässt sich beispielsweise auch der Ausblick vom “Mount Buggview” viel besser genießen
Und
wer weiß? Vielleicht auch die ein oder andere, intime Stunde
miteinander genießen? So wie es dieses sehr verliebte Pärchen hier
vormacht.
Jedoch
Achtung! Immer auf die Regeln und Gesetze achten, denn die Polizei hat
immer ein wachsames Augen auf alles, was in und um die Stadt herum
passiert.
Und
nun wünschen wir von der Touristeninformationszentrale in Night City
noch eine möglichst bugfreie Zeit, möglichst hochauflösende Texturen und
allzeit einen guten Spawn!
Bis zum nächsten mal!
Samstag, 12. Februar 2022
Durchgezockt >Cyberpunk 2077 > für die Xbox One
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Dieses Mal:
Cyberbug… ich meine…
Cyberpunk 2077
Für XBOX ONE
„Im
Königreich der Käfer, da steht eine Bauruine“
Prolog: 124,5 Spielstunden später…
Einhundertundvierundzwanzig
Komma Fünf Spielstunden habe ich in Night City verbracht, auf der
Xbox One, habe viele Patches kommen sehen, oftmals, da hat sich rein
gar nichts verbessert, verändert oder wasauchimmer. Manchmal wurden
Dinge aber auch einfach mal völlig schmerzfrei verschlimmbessert,
das kam auch vor. Einmal, da musste ich meinen Playthrough einen
Monat lang pausieren, weil das Spiel nach einem der Patches nicht
mehr startete, das war sehr lustig*.
Irgendwann
war dann die Framerate in den Innenstadtabschnitten ein bisschen
besser, es gab diese „Das sieht ja auch wie
Raytracing-Spiegelungen!“-Spiegelungen auf regennassem Boden aber
sonst nicht mehr viel erwähnenswertes.
Denn
WENN es etwas in diesem Spiel, auf der alten Xbox-Konsole gab, gibt
und auch immer geben wird und das mit zuverlässiger Sicherheit, dann
BUGS!
Doch
gerade deshalb, habe ich überhaupt all die Stunden auf der Gaminguhr
– Denn die Bugs waren am Ende für mich unterhaltsamer, als das
Spiel an sich es jemals sein könnte. Ansonsten hätte ich das Spiel
vermutlich nach 40 Stunden runtergerockt und es wäre gut gewesen.
Derweil die ganzen Nebenmissionen für mich wesentlich spannender
waren, als das Hauptspiel es jemals gewesen ist. Und die Kommentare
unter News und Artikeln zu und über Cyberpunk waren und sind stets
spannender, lustiger und interessanter, als alles, was unser
sogenannter „Gamingjournalismus“ jemals hinbekommen könnte.
Nun
habe ich aber die Schnauze erst mal gestrichen voll von diesem Spiel
und erlaube mir, mir eine persönliche Meinung zur Xbox-One-Version
zu bilden. Auch wenn ich weiß, dass es da draußen immer mal wieder
diese Leute gibt, welche das Spiel bereits dreimal, zehnmal,
hundertmal durchgezockt haben, alles ausprobiert, alles gemacht,
jeden Pixel umgedreht haben und mit ihren 300.000.000.000
Spielstunden vermutlich viel viel besser wissen, was in diesem Spiel,
mit diesem Spiel eigentlich Sache ist.
Bei
mir hat`s aber schon nach 124,5 Stunden gereicht und vielleicht
schaue ich in ein paar Jahren noch mal rein, das ist zumindest mein
grober Plan.
Und
jetzt, da lassen wir den ganzen Zirkus einmal im „Schnelldurchlauf“
an uns vorbeiziehen, denn wie bei allen unfertigen und buggigen
Spielen, welche aktuell ja in großer Zahl das Licht der Welt
erblicken gilt auch hier:
„Schlimmer
geht immer, besser aber auch… Und der nächste Patch ist
hoffentlich nur noch einen Steinwurf weit entfernt!“
*Nein
war es nicht.
1.
Das CYBERPUNK-DRAMA im Schnelldurchlauf
(Achtung! Inhaltlicher Hinweis: ES KÖNNTE SICH UM
IRONIE ODER HUMOR ODER SOWAS HANDELN)
———————-
Ähäm…
Cyberpunk
2077 ist ein Spiel, welches nicht gerade durchgehend für seine hohe
Qualität steht, sondern eher für ziemlich viele, für sehr viele,
für extrem viele, für einfach FUCKING SEHREXTREMELYVIELE BUGS! -
Oder eben GAR KEINE, je nachdem wen man fragt.
Auf
dem PC soll das ganze nämlich wesentlich besser sein, als auf den
Konsolen. Weshalb es im Internet, insbesondere in den
Kommentarbereichen der Gamingmagazine nicht immer einhellige
Meinungen dazu gibt, wie man dieses Spiel denn nun bewerten kann oder
soll oder überhaupt.
Manche
Leute, die lieben es…
Derweil
andere Leute ausgesprochen kritisch sind, eben nicht alles gut
finden, was Spieleentwickler und Publisher so heraushauen,
Gamingmagazinen schon lange nicht mehr vertrauen und sich lieber auf
ihre eigene, kritische Sichtweise verlassen, welche in jedem Falle
ausgesprochen kritisch ist!
So
wie bei diesem Zeitgenossen hier ^ – Der eben aus lauter kritischer
Sichtweise sich dasselbe Spiel einfach dreimal gekauft hat, weil er
eben so kritisch ist und weiß, dass man Spieleentwickler und
Publisher, welche qualitativ schlechte Spiele herausbringen, nicht
auch noch dafür belohnen sollte, in dem man ihnen sein Geld in den
Rachen wirft und die Verkaufszahlen künstlich in die Höhe treibt!
Denn
das macht den modernen, kritischen Kunden von heute eben aus!
Auch
kritischer Gamingjournalismus, oder was manche Leute dafür halten,
kann mit ausgesprochen kritischer Sichtweise, tiefgreifenden
Recherchen und wohldurchdachtem Content aufwarten, welcher uns als
Endverbraucher aller Geschlechter immer wieder daran erinnert…
…dass
die BILD-ZEITUNG gar nicht mal das größte Problem in der
bundesdeutschen Presselandschaft ist. Aber zugegeben, vielleicht ist
XBOXDYNASTY jetzt auch nicht unbedingt die allerbeste Adresse, für guten
Journalismus, aber solche News wie diese hier, die fand man leider auf
allen Seiten gleichermaßen
Und
da das Spiel derweil insbesondere auf den Konsolen schlecht lief und
sich daran bis heute nicht wirklich viel getan hat, zumindest nicht
bei mir… Damals nicht und heute auch nicht wirklich…
…geben
CD PROJEKT SPIELKAPUTT jetzt natürlich einfach ALLES, damit sich
dies so schnell wie möglich ändert. Das sagte der Chefboss
höchstpersönlich, garniert mit einem möglichst bedepperten
Gesichtsausdruck schon um anno 2020 herum…
Damit
aus diesem unfertigen, kaputten Spiel vielleicht eines Tages dann,
ganz vielleicht auch auf den Konsolen (Obwohl mittlerweile nur noch
eine Minimalbesetzung an Patches und Bugsfixing arbeitet) endlich das
große Meisterwerk werden wird oder ist oder sein wird oder
wasauchimmer…
Welches
es von Anfang an sein sollte!
Die
Roadmap mit optischer Augenkrebs-Garantie und in zu kleiner Auflösung
ist auch weiterhin kaum lesbar, aber motiviert!
Und
wo andere Spielestudios, wie zum Beispiel DICE vormachen, wie es am
allerbesten NICHT geht:
Ähm….
Ja…. Also…… Bleibt in diesem Spiel seit Release, zumindest auf
den Konsolen, also den alten Konsolen alles so, wie es seit Release
eigentlich war – Denn „Beständige Qualität“ hat bei CD
PROJEKT GELD nämlich eine sehr sehr hohe Priorität. Man hat vor
über einem Jahr ein kaputtes Spiel abgeliefert, man hat das Spiel
beständig auch so gelassen und hat wohl auch nicht vor, noch viel
daran zu ändern. Zumindest auf den alten Konsolen.
Aber
immerhin, da ist man für Gleichberechtigung von Mann und Frau, nicht
nur am Arbeitsplatz, sondern auch bei den Bugs:
Derweil
manche Leute zur rechten Zeit, die richtigen Fragen stellen:
Geben
andere die richtigen Antworten:
Und
auch bei Raketenbohnen-TV hat man sich kritisch damit
auseinandergesetzt, wo man noch zuvor ebenfalls richtig hard gehyped
hatte und jede kritische Objektivität aus dem Fenster warf. Aber wie
ich finde, besser zu spät als nie und besser mit dem unauffälligen
Binnen-I gegendert, als so selbstgerecht mit Sternchen wie die
Gamepro. Insgesamt kann ich zu den Ausführungen aber sagen: Ich
stimme zu.
Und
auch die GAMESTAR hat sich am Ende für ihren verpatzten
Werbedea….. Ich meine…. Für ihre „FEHLEINSCHÄTZUNG“
offiziell entschuldigt:
Nur
um ihre offizielle Ents… Ich meine… ERKLÄRUNG DESSEN was da
schief gelaufen ist, HINTER EINER PAYWALL ZU VERSTECKEN:
Denn
wenn schon fadenscheinig versuchen sich aus der Affäre zu
argumentieren, dann aber immerhin auch nur für die zahlende
Kundschaft – Nicht dass all der arme Pöbel, der vielleicht auch
auf deren Hypegebaite hereingefallen ist und ein Anrecht auf eine
ausgiebige Erklärung hätte, etwas davon hat!
Denn
merke, niemand mag Schnorrer.
Und
merke ebenfalls: WER SICH NICHT HYPEN LÄSST UND DIES AUCH NOCH STOLZ
VERKÜNDET, DER IST EIN SCHLECHTER MENSCH – Während all die
anderen Idio… Ich meine… BESSEREN MENSCHEN DIE SICH HYPEN LASSEN
derweil DIE BESSEREN MENSCHEN SIND - WEIL SIE AUS IRGENDWELCHEN
GRÜNDEN, wie bei dieser armen Wurst hier (Die wohl eh nur pissed
ist, weil er/sie ein kaputtes Spiel gekauft hat oder Hardcorefan oder
Hardcorefan mit kaputtem Spiel ist), DIE BESSEREN MENSCHEN SIND und
immerhin für all die „Ungläubigen“ Nonhyper lobenserwerterweise
mithypen. Denn soziale Verantwortung für Schwächere und Menschen
mit anderen Sichtweisen ist ein wichtiger Grundpfeiler unserer immer
weiter auseinanderdriftenden Gesellschaft.
Was
man daraus jetzt lernen soll, weiß ich nicht – Höchstens, dass
der Typ im Kommentar oben sehr viel Geld spart und am Ende eines
fernen Tages, wenn er das Spiel dann vielleicht kauft, halt Geld
gespart hat. Aber da er nicht gehyped ist und auch nie hypen wird,
höchstwahrscheinlich in der Hölle schmoren wird. WEIL ER NICHT
GEHYPED IST!!!!!!111!!!!11!1.
Und
während sich in den Kommentarspalten also die Leute die Köpfe
einhauen, arbeitet CP PROJEKT ISSJETZTAUCHSCHONEGAL daran, ihr Spiel,
ihr Meisterwerk immer weiter zu verbessern und mit neuen Inhalten
auszustatten:
Denn
auch wenn das Spiel nicht der große, finanzielle Erfolg war, so war
es aber dennoch der massive Verkaufserfolg, den man sich erwartet hat
– Die Investoren jedenfalls, deren Geldgier zu einem großen Teil
Schuld an der gesamten Misere ist, können sich jedenfalls die
Händchen reiben!
Drum
ziehen wir uns unsere gute Cyberpunk-Jacke über, stellen wir unsere
Optiken scharf, laden wir unsere Knarren noch einmal ordentlich
durch, setzen wir uns in unsere Cayberkarre und hoffen einfach mal,
dass wir AUF DEN ALTEN KONSOLEN ZUMINDEST, nicht von all den Käfern
überrannt werden und tun das, was alle großen Helden in einer
dystopischen Welt in der Zukunft halt so machen!
Geben
wir Gas, verändern wir die Welt, werden zur Legende und ignorieren
die Tatsache, dass dieses Spiel nach wie vor qualitativ eine absolute
Frechheit ist.
Heidiheidihooo!
2.
„Lassen wir den Müll
einfach im Pappkarton aufm Boden stehen! Wird sich schon irgendwann
einer drum kümmern!“
Bei
CD PROJECT GELD, da arbeitet man also laut deren eigener Aussage
beständig daran, aus der Bauruine Cyberpunk, insbesondere auf den
alten Konsolen, irgendwann einmal, eine zumindest halbwegs bewohnbare
Bruchbude zu machen. Also behaupten sie, ich konnte bislang kaum
Beweise dafür finden.
Aha!
Dem
stellen wir mal folgendes gegenüber:
Am
12.04.2021, da sah das Spiel so aus…
Am
19.09.2021 sah das Spiel so aus…
Am
16.10.2021, da sah das Spiel so aus…
Und
am 31.10.2021 schaut das ganze dann so aus…
Na das hat sich ja gelohnt.
Laut
Jason Schreier soll es sogar so gewesen sein, dass CD PROJEKT
TOTALÜBERFORDERUNG überhaupt erst IM SOMMER 2016 mit der
Entwicklung angefangen haben sollen aber die Chefetage bereits fest
damit plante, das Spiel dann Ende 2019 rauszubringen. Somit wollte
man also ein Projekt stemmen, ziemlich nahe an dem Niveau, an dem
Größenverhältnis von GTA V, mit aber halt viel weniger Personal,
weniger Zeit und weniger Geld. Hauptsache, die Investoren bleiben
zuversichtlich und werden nicht noch ungemütlich, weil sich deren
Gewinnerwartungen nicht erfüllen.
Dass
das Spiel dann, trotz der Streichung vieler Features, trotz sehr sehr
vieler Bugs, Fehler und technischer Probleme so auf den Markt kam,
wie es halt auf den Markt kam, war ja somit nur noch eine reine
Formalie. Derweil die Marketingmaschinerie auf Hochtouren lief und
weder sogenannte „Gamingredakteure“, noch sonstirgendwer merkten,
angeblich auch gar nicht merken konnten, dass da richtig was schief
lief… Oder irgendwie doch, aber hey! Die werden das Spiel schon
noch fertig bekommen, es wird ja auch deshalb jetzt verschoben! …
Weil, wenn die das Spiel jetzt noch mal verschieben, ja dann wird das
Spiel mit Sicherheit fertig und auch richtig cool! Weil durch die
Verschiebung können die das Spiel ja noch mal so richtig polishen!
Das ist kein deutliches Anzeichen dafür, dass da ganz gewaltig etwas
falsch läuft! Nein nein nein! Das ist ein Qualitätsmerkmal! Denn
weil: Lieber das Spiel wird noch mal verschoben, als es unfertig
rauszuhauen!
Und
weil am Ende niemand mehr zu wissen wusste, wer jetzt eigentlich noch
was macht, sagt oder behauptet, was davon jetzt wahr ist oder nicht
und welches Releasedatum nun noch gilt, ob und wann und warum das
Spiel schon wieder oder auch nicht verschoben werden wird oder soll
oder aber auch nicht…
Versank
der Release des Spiels, dieses einst als „Jahrhundertspiel“
angekündigten „Meisterwerkes“ logischerweise mehr und mehr in Chaos.
Die
einzige, logische Schlussfolgerung, welche die Chefetage daraus zog,
weil die Investoren ihnen am Arsch hingen, war dann natürlich, die
faulen Schnarchnasen, welche da an ihren Endgeräten schufteten, halt
noch mehr arbeiten zu lassen! - und selbst das große
Marketingversprechen „BEI UNS GIBT ES KEINEN CRUNCH! WIR SIND EINE
MENSCHENFREUNDLICHE FIRMA!“ zu brechen. (Nicht umsonst gibt es in
Night City den „CRUNCH PLAZA“ vermutlich als Denkmal und als
Insiderkritik).
Viele—,
dank der des vorangegangenen Marketings, aber auch dank der
vollkommen undifferenzierten „Berichterstattung“ der sogenannten
„Gamingfachpresse“ in die genauso vollkommene Hysterie gehypten
—Fans aber, kümmerte all das nicht. Und sie taten das, was man halt
in Zeiten des Internets so macht, wenn man zu jener Sorte von
Homo-Sapiens gehört, dessen Kleinhirn geradenoch ausreicht, um eine
Tastatur zu bedienen.
MAN
LIES SEINEM FIRST-WORLD-KONSUMENTENFRUST FREIEN LAUF:
Finaly
war dann der Tag irgendwann aber dennoch gekommen, an dem Cyberpunk
2077 auf den Markt kam und viele Händler natürlich haufenweise
vorbestellt hatten, um die hysterischen Fanmassen dann auch adäquat
mit Kopien zu versorgen! - So auch bei dem Mediamarkt meines
Vertrauens.
Dort
aber, da merkte man dann ziemlich schnell, dass man, wie schon bei
Fallout 76 damals, schlicht und ergreifend SCHEIßE GEBAUT hatte und
nun vermutlich auf dem ganzen Schrott sitzen bleiben würde. Hatte
man bei Schrottspiel 76 immerhin noch den Pappaufsteller aufgebaut,
so wurde ich dann bei Cyberpunk Zeuge, wie man nicht einmal mehr den
letzten, gelieferten Pappkarton ausräumte, sondern das Ding einfach
halbgeöffnet im Gang zwischen den Mäusen und Officetastaturen
stehen lies und Kunden, wie auch Mitarbeiter für das nächste halbe
Jahr, einfach mit langen Beinen darüberstiegen.
Es
fühlte sich halt niemand dafür verantwortlich, den zu viel
bestellten Cyberschrott 2077 aus dem Weg zu räumen oder immerhin
vielleicht doch mal den Pappaufsteller aufzubauen. Denn Fallout 76
steckte vor allem den Verkäufern in meinem Mediamarkt immer noch in
den Knochen.
Als
das Spiel dann recht bald im Preis fiel und ich immer faszinierter
davon war, was für abartige Bugs und Glitches dieses Spiel am
laufenden Band seinen Spielern darbietet, war ich immer angefixter
und nun auf einmal immer gehypter. Denn irgendwie gingen von all den
Horrormeldungen, den verstörenden Bildern und den
Youtube-Complitations eine morbide Faszination aus, welche mich dann
irgendwann dazu brachte, immerhin noch 45€ für dieses kaputte
Stück Software ausgeben zu wollen. Da ich zu dem Zeitpunkt dann aber
auch eine neue Tastatur mit Maus im Blick hatte und gerade Sale war,
zog ich also los, stieg wie alle anderen über den besagten
Pappkarton, klemmte mir das Tastaturset unter den Arm, musste aber
fragen, was das Teil genau kostet und bekam im Laufe des Gespräches
vom Mitarbeiter einmal CYBERPUNK 2077 FÜR XBOX ONE nicht für 45€,
sondern für 20€ als „Dankeschön“ mit oben drauf.
Von
den restlichen 20 gönnte ich mir dann noch, weil es ebenfalls auf
13€ runtergesetzt war WATCH DOGS LEGION von UBISOFT.
Und
tja, was soll ich sagen…
WATCH
DOGS LEGION musste ich bei knapp 60% Spielfortschritt abbrechen, weil
es einen Gamebreaker hatte, der das Weiterspielen unmöglich machte.
Cyberpunk
2077 habe ich 124,5 Stunden lang gespielt, mehr Bugs gesehen und
erlebt, als es die Blindfische bei der Gamestar jemals könnten, habe
mich sogar über die Magnetschienen in den hinteren, unfertigen
Statdtteil von Pacifica geglitcht, habe das dort unfertige Testlevel,
Fahrzeugprototypen und mehr gesehen, habe die Nebenmissionen sehr
genossen, die Hauptmissionen halt mitgenommen, weil sie halt da waren
und habe mich bestens unterhalten gefühlt. Der eine Monat Pause,
nach dem verpatzten Update war dann auch nicht der Rede wert, weil
ich in der Zeitspanne Watch Dogs gespielt habe.
Hier die Rückseite von PACIFICA:
Hübsch nech?
Wie
man es derweil als UBISOFT allerdings hinbekommt, den dritten Teil einer
Reihe noch kaputter auf den Markt zu bringen, als Cyberpunk? Tja ich
weiß es nicht. Ich wusste nur, als mich das Spiel immer und immer
wieder ohne aktivierbare Trigger, wo eigentlich welche hätten sein
müssen, in einem Kellerraum eingesperrt hat… Dass dass UBISCHROTT
wirklich wesentlich mehr Zeit und Energie in seine Spiele stecken und
weitaus weniger in irgendwelche NFTs-Kampangen, für die sich in der
Gamingszene sowieso kaum ein Schwein interessiert.
Denn
trotz all der Bugs, den Glitches und und und…
Cayberpunk
2077 lief beständig, ohne Gamebreaker und vor allem mit nur ganzen
zwei Abstürzen in all der Zeit! Und einen dieser Abstürze habe ich
mehr oder weniger auch noch selber ausgelöst.
CONTROL
von REMEDY und 505 hingegen, schmiert mir auch heute noch zuverlässig
alle Dreiviertelstunde mindestens einmal komplett ab.
Und
zumindest bei UBISOFT scheint es nicht so, als ob man irgendwas
überhaupt an seiner Geschäftspolitik ändern wollen würde:
Derweil
sich CD PROJEKT ROSABRILLE seine Bauruine, die das Spiel immer noch
ist auf der eigenen Webseite weiterhin schönredet und für alles die
passenden Ausreden parat hat:
…zeigt
eben insbesondere die alte Konsolenversion, wie verlogen und
überfordert diese Firma bis heute ist und wie wenig objektiv
Gamingmagazine und manche Fans bis heute sind. Und auch, wie sehr
scheinbar bei der Entwicklung des Spiels unterschieden wurde, wer die
gute Version bekommt und wer halt nicht.
Autsch!
Aber
gerade WEIL dieses Spiel technisch so ein Piece Of Shit ist, weil man
hinter die Kulissen schauen kann, man Bugs vom Spiel immer wieder auf
dem Silbertablett präsentiert bekommt und immer wieder faszinierende
Einblicke erhält, wie moderne Videospiele aufgebaut sind und
funktionieren, bin ich von meiner kaputten, beschissenen
Konsolenversion so begeistert.
Und
ja, ich weiß wie das klingt – Aber ich habe nun einmal eine
Faszination für Spiele, bei denen ich ohne große Mühe hinter,
neben oder unter die Spielwelt gucken, die Physik austricksen oder
noch weitaus absurdere Dinge anstellen kann. Und Cyberpunk 2077 auf
der Xbox One legt mir alle Möglichkeiten dazu einfach mal vor die
Füße uns sagt: „Ja dann mach mal, wird schon schiefgehen“.
Derweil
aber und das ist der wichtigste Punkt dabei: DAS GAMEPLAY SO GUT WIE
NIE DAVON NEGATIV BEEINFLUSST WURDE – Denn alles was funktionieren
sollte, funktioniert auch so wie es sollte. In einer Nebenmission
musste ich neu laden, weil ein wichtiger NPC sich ausgesperrt hatte.
Und in einer anderen steckte ein Gegner unter dem Boden und lies sich
nicht töten. Beide Quests waren aber letzten Endes so unwichtig und
uninteressant und hatten so wenig Belohnungen zu bieten, dass es mir
schlicht und ergreifend egal war.
Bei
jedem neuen angekündigten Update was kommen sollte, war ich anfangs
verärgert, weil ich befürchtete, dass CD PROJEKT SPIEL-IST-SCHROTT
vielleicht doch noch die Ärmel hochkrempeln und das Spiel reparieren
und polishen würden. Dann wäre MEIN GROßER SPIELSPAß dahin.
Aber
das passierte bis zum Schluss nicht.
Das
Spiel funktionierte trotz aller Bugs zuverlässig, zwar gab es so
einige Momente, welche emotionale Szenen oder wichtige Kämpfe mit
unfreiwilliger Komik unterlegten, jedoch brach nie etwas davon dem
Spiel oder der Atmosphäre jemals das Genick.
Denn
IRGENDWIE, da mogelte sich das Spiel immer auch durch die dicksten
Probleme durch, wie ein dreißig Jahre alter Lada, der von seinen
Besitzern mit Panzertape und Sikumastik zusammengebastelt wurde. Die
Kiste rappelt und klappert, pustet schwarzen Rauch aus, kreischt und
quietscht. Aber während der UBISOFT-MERCEDES und der REMEDY-BMW im
Schnee stecken bleiben oder Motorschaden erleiden, klappert sich der
CYBERPUNK-LADA mit gelassenen 23FPS, kaputtem Netcode und Bugs bis
unter die Decke, problemlos an sein Ziel. Und die aus einem alten
Toaster und einem Miniventilator selbstgebaute Heizung auf dem
Armaturenbrett hat die gesamte Fahrt über für angenehme
Zimmertemperatur im Innenraum gesorgt. Traurig, aber wahr.
Von
den 124,5 Spielstunden aber, werde ich vermutlich über die Hälfte
davon damit verbracht haben, mit den ganzen Bugs und Glitches
herumzublödeln, denn irgendwie faszinierten diese mich weitaus mehr,
als das Spiel selber. Und als das Superschnäppchen, welches es für
mich war, habe ich mich noch nicht einmal abgezogen gefühlt, eher im
Gegenteil. Das Wissen, ein kaputtes Spiel zu kaufen, eben WEIL ES SO
IM EIMER IST, dann noch 50% Rabatt zu bekommen, recht kurz nach
Release, lässt dich eben einfach wie den besten Schnäppchenjäger
der Welt fühlen.
Ich
wollte viele Bugs, ich bekam viele Bugs, ich wollte was zum lachen
haben und ich bekam etwas zum lachen.
Aber
trotzdem:
Dieses
Spiel ist vor allem für Konsoleros, vor allem für Last-Gen-Owner
dennoch eine einzige Frechheit. Eine unverschämte, bodenlose,
schmerzbefreite Frechheit, ein gigantischer Skandal, den keiner,
wirklich niemand schönreden kann. Weder geldgeile Gamingredaktionen,
noch Hardcorefans, noch Tomatoeye-Gamer, die Bugs nicht mal erkennen
würden, wenn die Viecher ihnen die Füße abknabbern.
Und
rein moralisch hätte ich es mir auf keinen Fall kaufen dürfen, auch
das ist richtig – Nur haben auch nachfolgende, unfertige
Schrottspiele wie Battlefield 2042, das neue Die Siedler oder der
neuste Teil der „Five Nights at Freddys“-Reihe eindrucksvoll
bewiesen, dass im Grunde niemand irgendwas aus Cyberpunk gelernt hat
und die Gamingindustrie auch weiterhin satte Umsätze macht. Fallende
Spielerzahlen, schlechte Reviews oder Petitionen von wütenden Kunden
hin oder her.
Da
kann MIR meine eigene Moral also faktisch ganz weit am …
vorbeigehen.
Ich
denke aber schon, wer in dem Wissen zugreift, ein unfertiges Spiel
mit tonnenweise Bugs zu kaufen, jedoch auch ein Produkt, das dort, wo
es nötig ist, einwandfrei läuft – Wird zumindest im Falle von
Cyberpunk eine gute Zeit haben.
Denn
die Story, die Spielwelt, die Figuren, das Szenario, die Atmosphäre,
welche dieses Spiel besitzt, all das und vieles mehr sind einfach
überzeugend. Selbst wenn die ganzen Probleme einen immer mal wieder
herausreißen können. Da ich das aber nun einmal wusste und auch
erwartete von meinem verbuggden „Meisterwerk“, könnte ich mich
zurücklehnen und die Show genießen.
Ob
Polizisten, die seltsamen Kram anstellen, gerne mit ihrer Ausrüstung
- Das machen Sie toll, Officer Hobbs! Weitermachen!
…oder
Passanten, die unsichtbare Pommes essen… UND SICH DABEI ERTAPPT FÜHLEN.
Oder
noch ganz andere, sehr absurde Dinge…
Ich
kann nicht behaupten, dass es in all der Spielzeit auch nur ein
einziges mal langweilig geworden wäre.
Wobei
mir irgendwann eine technische Unzulänglichkeit auffiel, welche
vermutlich einen nicht ungeringen Teil der vielen bescheuerten Bugs
zu verantworten haben könnte.
3.
Das Spiel kommt auf den alten Konsolen einfach nicht hinterher…
Und
lässt sich dabei auch gar nicht erst stören…
Zumindest
das „Altkonsolen“-Cyberpunk hat vor allem EIN GROßES PROBLEM:
Das
Spiel ist mit allem viel zu langsam und dies hat sich auch mit allen
bisherigen Updates nicht geändert.
Nicht
nur ein paar Texturen laden vielleicht mal nach, neinein, das wäre
ja unprofessionell für ein Cyberpunk! Hier lädt manchmal auch schon
mal die halbe Spielwelt nach, wenn man Pech hat. Alles was schneller
ist, als zu Fuß spazieren zu gehen, sorgt früher oder später
dafür, dass man dort, wo man hinwollte, manchmal ziemlich lange
warten muss, bis das Spiel sich dann bequemt, vielleicht mal alles
was noch nicht geladen ist, nachzuholen.
Und
ganz egal, wie dämlich das aussieht, wie peinlich die Bilder sind,
welche da produziert werden, das Spiel bleibt die gesamte Zeit über
schööööönnn gechillt und macht dann fertig, wenn es denkt, dass
es jetzt langsam vielleicht mal fertig werden könnte.
Das
Ergebnis dessen, was das Spiel jedoch dann abzieht, wenn ich als der
Spieler aber nicht warten will, sind dann vollkommen abstruse Szenen
wie diese hier:
Autos
bleiben ziemlich lange eine matschige Masse, Menschen dito und die
Spielwelt, die Physik, egal was – Wenn es noch nicht fertig geladen
ist, oder noch nicht einmal da ist, ja dann isses halt noch nicht da!
Dann ballert man halt auch schon mal mit einer unsichtbaren Waffe in
der Hand! Dann wirft man halt eine unsichtbare Handgranate, die
Gegner fallen um und die Explosion wird erst einen halben Tag später
nachgeliefert! Völlig normal! Und wenn der erschossene Gegner vor
dir, erst mal noch nachladen, sich wo anders hinstellen UND DANN erst
umfallen muss oder will, ja dann ist das halt so.
Das
Spiel nimmt es locker und zieht sein Programm schmerzfrei durch,
denkt nicht mal im ansatzweise daran, etwas zu ändern und naja… DANN
FÄHRSTE HALT MIT NEM PAPPKARTONAUTO! UND SCHAUST AUCH SELBER SO AUS! SO WHAT?!
Aber
auch das aufrufen der Karte kann zu einem Abenteuer werden und man
fühlt sich nicht selten wie das Kaninchen aus „ZOOMANIA“, als es
bei der Zulassungsbehörde beim Faultier Infos zu seinem
aufgeschriebenen Kennzeichen erhalten will – Flash das Faultier und
Cyberpunk nehmen sich da nicht viel beim Arbeitstempo.
Ein
schneller Blick in die Karte? Schnell mal ins Menü?
Sonst
noch Sonderwünsche?!
Oder wie
wäre es mit mehrsekündigen MEGARUCKLERN?! Da bleibt mittendrin im
Spiel einfach ALLES stehen, gerne auch mal so lange, dass man meint
das Spiel wäre jetzt aber echt abgestürzt und die Konsole muss mal
neu gestartet werden.
Man
wird einfach das Gefühl nicht los, dass das Spiel eigentlich NIE für die
alten Konsolen gedacht war, sondern nur für PC-Besitzer, welche immer
ausschließlich die hochpreisigsten GraKas in ihren Kästen verbaut haben.
Zumal sich all diese Probleme
ja nicht nur auf vollgepackte Innenstadtabschnitte beschränken, sondern
immer und überall in der Spielwelt passieren. Da hat dann letzten
Endes auch das reduzieren von Passanten an bestimmten Orten nichts
geholfen. Immer mal wieder konnte ich sogar Polizisten überfahren,
oder anhalten, aussteigen, mit meiner noch nicht geladenen Waffe die
Beamten anschießen, wieder einsteigen, losfahren, mehrere Kilometer
zurücklegen… UND ERST DANN – Kam das Spiel mal auf die Idee,
mich zur Fahndung auszuschreiben.
Ich
musste für mich deshalb feststellen, dass viele der Bugs und
Glitches weniger darauf beruhen, dass das Spiel völlig im Eimer ist
– Sondern eher, dass Cyberpunk 2077 halt einfach nicht mitkommt und
damit nicht das komplette Spiel in den Lockdown geht, dann eben
schmerzfrei ohne Texturen, Gegenstände und/oder ganze Teile der
Spielwelt um einen herum weitermacht. Who fucking cares about that?!
- Läuft doch die Klitsche!
Was
dann natürlich auch ein ganzes Stück weit erklärt, weshalb der PC da ein
saubereres Bild abgibt. Denn der Rechner ist einfach schneller, kann
all den Kram der da anfällt, wesentlich effektiver weiterverarbeiten
und somit viele oberpeinliche Probleme einfach ausklammern. Weil es
gar keinen Grund gibt, wie auf den alten Konsolen, diese abstrusen
Kompromisse eingehen zu müssen.
Vielleicht
hätte man das Spiel auch gleich NUR für den PC herausbringen sollen? -
Und erst ein paar Jahre später nur für die neuen Konsolen…
Also
ja, Cyberpunk auf den alten Konsolen spielen, das braucht Geduld, vor
allem eben dann, wenn man das Menü oder die Karte aufrufen möchte.
Das kann dauern.
Aber
bevor wir ausnahmslos DIESES Spiel dafür steinigen und DIESEN
Entwickler…
Andere
Spiele haben da auch so ihre Probleme – NICHT WAHR NEED FOR SPEED
HEAT? XD
Und
in CONTROL, da kann man auch, vor allem seit diesem einen großen
Update ziemlich gut in einigen der Räume durch den Boden fallen,
weil das Level nicht schnell genug nachladen kann, wenn man zu
schnell rennt.
4.
Am Ende aber ein an sich… ziemlich gutes Spiel
(Wenn es denn irgendwann mal fertig ist)
Mal
abgesehen von all den vielen, vielen, sehr sehr vielen Problemen, die
das Spiel hat… Und man sich halt sehr einfach drüber lustig machen kann:
Das heißt nicht “STIRB BART! Sondern… DIE BART! DIIIIIEEEEE!
Tun
wir mal für einen Moment so, als wären diese nicht da und das Spiel
wäre vollpolished verkauft worden:
Dann
haben wir ein Spiel mit einer sehr gut geschriebenen, aber leider im
Gesamtkontext etwas blassen Hauptstory. Die Nebenmissionen derweil,
welche uns Nebencharaktere, aber auch ein paar der Hauptfiguren und
vollkommen fremde Zeitgenossen näher bringen, uns an ihren Leben,
ihren Ängsten, Träumen und Lebenswegen teilnehmen lassen, fand ich
am Ende wesentlich interessanter. Detective River, Judy, Panam oder
auch dieses Politikerehepaar, dessen Name ich mir leider nicht merken
kann, ihr wisst schon, die die „abgehört“ werden. Sie alle
bekommen ihre eigene Bühne und mehr und mehr geriet ich von der
Hauptstory ab, interessierte mich kaum noch für Takemura oder Jackie
oder Silverhand und viel mehr dafür, was die ganz normalen, kleinen
Leute denn so treiben.
In
diesen Missionen, welche auch schon mal daraus bestehen können, dass
man hinterherläuft und sich unterhält oder einfach mit einer
Familie an einem Tisch sitzt uns isst, mit Kindern ein VR-Spiel
spielt oder Essen kocht, sich betrinkt, einer alleinerziehenden
Mutter etwas Mut zuredet oder bei den besagten Politikern, welche
einem nicht ganz geheuer sind, in deren Luxusloft hockt und sich
deren Probleme anhört… Ja in diesen Missionen, da finde ich,
beginnt die Spielwelt auf einmal lebendig zu werden, da vergisst man,
dass Night City eben nur eine Kulisse ist. Alle Charaktere sind
vollkommen nachvollziehbar, sympathisch oder unsympathisch
gezeichnet. Und vor allen Dingen ist man immer daran interessiert,
wie es mit ihnen und uns selber beziehungstechnisch denn wohl
weitergeht.
Die
Hauptstory ist auch echt super, keine Frage! Und ich war von meinem
Storyende wirklich überrascht! Hätte nicht gedacht, so viele,
offenkundig richtige Entscheidungen getroffen zu haben. Wobei ich
aber auch schon in SPEC OPS THE LINE dachte, ich bekomme das
schlechte Ende. Und dann präsentierte man mir stattdessen das
Happyend und das Spiel jubelte mir noch hinterher: „DU BIST ALSO
DOCH EIN GUTER MENSCH“.
Okay
^^
Das
Problem in Cyberpunk ist aber, dass einem die Hauptstory untergehen
kann, unzwar sehr lange, und es sich vollkommen legitim anfühlt.
Weil man zwischen dem, wie ich finde doch sehr spaßigen Geloote,
Gesammle, Verkaufen und Kaufen, Gebaue… Also sehr viel halt, dann
auch noch diese vielen vielen Nebengeschichten hat, welche irgendwie
bodenständiger wirken und durch vor allem ihre ruhigen Momente
beeindrucken. Denn einer alleinerziehenden Mutter dabei zuzuhören,
was ihr verstorbener Exmann für ein Arschloch war, wie hart die Ehe
mit ihm war und nun das Leben ohne ihn ist, derweil jetzt ihr
ältester Sohn vermisst wird, ja das packte mich dann weitaus mehr,
als sich mit Jackie durch den halben Arasaka-Tower zu schießen.
Derweil
mich das abballern von Gegnern, das Sammeln von Kram, das verwerten
oder verkaufen, das finden von Bauplänen, das bauen, das aufbessern,
aufmotzen, weiterverkaufen von Ausrüstung, das Aufleveln, das
Erkunden der Spielwelt, einfach ebenfalls weitaus mehr beschäftigt
haben, als die Hauptstory, deren Ende dann auch auf einmal sehr,
vielleicht zu plötzlich kommt.
Den
bereits erwähnten Rest der Zeit habe ich mit dem Herumblödeln und
Experimentieren mit Bugs und Glitches verbracht und dort ebenfalls
sehr viel Spaß gehabt.
Night
City unter den beschissenen Arbeitsumständen zum Leben zu erwecken,
halbwegs zum Leben zumindest, war mit Sicherheit nicht einfach für
die Entwickler. Das ist zwar keine Entschuldigung, aber sind viele
Details im Spiel jedoch auch ein Beweis dafür, dass man hier dennoch
viel Liebe, alle Kraft, alle Kreativität gegeben hat, um diese Welt
nachvollziehbar aufzubauen und zu inszenieren, die man aufbringen
konnte in dieser Situation. Man merkt an vielen Ecken und Enden, dass
hier vermutlich viel mehr geplant war, dass da Ideen waren! Große
und kleine Einfälle, Pläne, Visionen… Dass dann aber Geldgier von
oben, schlecht geplante Deadlines, Größenwahn und schier zu wenig
Personal vielen Dingen einen Strich durch die Rechnung gemacht haben
und man immer wieder einstreichen und weitaus kleiner denken,
herausnehmen und auch schon mal notdürftig umstrukturieren musste,
weil es einfach nicht anders ging.
“Hey schau mal Bart! SKINNERS HAUS BRENNT!”
Und
ja, vielleicht wird das Spiel ja auf dem PC noch richtig geil, mit
DLCs und und und! Vielleicht dann auch auf den neuen Konsolen! Auf
den Alten jedenfalls, so sehe ich es immer deutlicher, ist der Zug
schon abgefahren und auch CD PROJECT SPIELIMEIMER hat das offenbar
inzwischen begriffen und macht (HOFFENTLICH) nun so weiter, dass
immerhin die Neukonsolenbesitzer dann ein richtig geiles Spiel
präsentiert bekommen, in dem nicht mehr am laufenden Band SOWAS hier
passiert:
Und
JA!!!!! Auf Steam ist das Spiel nun eine ganze Ecke günstiger, viele
Leute feiern es deshalb jetzt, als sei es nun AUF EINMAL das beste
Spiel auf der Welt und AUSGERECHNET SIE, DIE ES JETZT KAUFEN, HÄTTEN
DAS JA SCHON IMMER GEWUSST! - Diese ganzen Hater, pah! Die haben die
ganze Zeit gelogen! Jetzt, wo man das Spiel für nen Appel und nen Ei
hinterhegeschmissen bekommt… es aktuell preislich also genau dort
steht, wo es leider noch immer qualitativ ist, ja das übersieht man
den Rest einfach mal geflissentlich. ICH HABE KEINE BUGS GESEHEN! DAS
SPIEL HAT KEINE BUGS! UND ICH, DER SICH DAS SPIEL JETZT ERST GEKAUFT
HAT, KANN MICH JETZT ENDLICH ÜBER ALLE ANDEREN ERHEBEN, INDEM ICH
DAS BEHAUPTE! ICH BIN NUN DER OFFIZIELLE VERTEIDIGER VON CYBERPUNK
2077 UND BIN IM RECHT! ICH HABE GEWONNEN! HAHAHAAAAA!!!
Ja,
solche Knallos trifft man seit dem immer mal wieder an in den
Kommentarbereichen der Gamingmagazine, auf Asocial Media sowieso und
manchmal auch in den Redaktionsräumen der Spielemagazine.
Dass
diese Hirnis einfach ausblenden, dass das Spiel wie bereits erwähnt
nun preislich genau dort liegt, wo es schon zu Release hätte liegen
müssen in seinem miesen Zustand, vor allem auf den Konsolen, ja das
kann man bei diesen Leuten vermutlich auf drei Hauptfaktoren
zurückschließen – Sie sind:
1.
Trolle
oder
2.Looser
die auch mal „Auf der Gewinnerseite“ sein wollen
oder
3.
Einfach Vollidioten
Ach
ja! Und die Gamestar hat übrigens rein gar nichts aus der ganzen
Scheiße rund um ihr Verhalten um Cyberpunk gelernt und natürlich
wie alle anderen Magazine auch, genau dort weitergemacht, wo sie
zuletzt von der Realität gestört wurden – Man hyped immer noch
vorher, spielt Gratis-Werbeagentur für die Studios und Publisher und
will dann, wenn das Spiel mal wieder scheiße ist, natürlich nichts
vom eigenen, vorangegangen Verhalten gewusst haben.
Man
schließt sich stattdessen stillschweigend dem restlichen Wutmob der
erzürnten und enttäuschten Kunden an, und vergisst einfach mal
geflissentlich, dass man es selber war, der da zuvor noch alle
journalistische Sorgfalt und alle angebrachten, kritischen Blicke
über Bord geworfen und die Leute heiß gemacht hat, mindestens 70
bis über 100 Euro für etwas auszugeben, das man selber dann wenig
später in seinen Artikeln nun auf einmal in Grund und Boden
schreibt.
Aber
weiterhin Werbeanzeigen schaltet oder geschaltet lässt, damit die
eigenen Leser nach der zehnten „Das Spiel ist schieße“-Meldung
dennoch mit Überzeugung sagen können: „Ja, ich bin von diesem
Produkt überzeugt! All die negativen Meldungen haben mich motiviert,
dieses unfertige, beschissene Produkt sofort über meine
Lieblings-Gamingseite kaufen zu wollen! Die über 50€ gebe ich
gerne dafür aus! Denn die Werbeanzeigen oben, unten und an der Seite
sagen, dass das Spiel richtig geil ist!“.
Wenn
die sogenannte „GAMINGFACHPRESSE“ eines kann, ja dann Realsatire!
Aber
Beständigkeit ist in unseren hektischen, unsteten Zeiten ja
schließlich auch eine wichtige Tugend.